Unter bleigrauen Wolkenlasten

Ein seltsam dunkles Spiel
Antwort - Erinnerung
Unter bleigrauen Wolkenlasten
erklingen im Hintergrund
Ewigkeitslaute
Ewigkeitslaute
im Grunde des Nebeltales (Unter bleigrauen Wolkenlasten)
der Blick schweift gen
schweift gen der Wälder (erklingen im Hintergrund Ewigkeitslaute)

die starren Klippen blicken in die tosende Brandung
schenken der Nichtigkeit Verachtung
Hilflos sucht das Auge halt

im Banne der Urwelt

In Mitten der Allgegenwart
In religiöser Einsamkeit
kahle Baumgeister spiegeln sich in tiefschwarzem Wasser

in Fels und Wald und Wasser geborgen (Unter bleigrauen Wolkenlasten)
der jahrtausend alte Kraftstrom (erklingen im Hintergrund Ewigkeitslaute)

Endlich frei
Endlich daheim

Endlich frei


Grußlos ziehen wir dahin

Grußlos ziehen wir unserer Wege
Ohne Ziel durch graue Straßen
Könnten wir doch nur diesen Moment spüren
Wer lehrt wieder zu f ühlen

Karg und reduziert möchte ich sein
Klar wie der erste Atemzug an einem Wintermorgen
Fokussiert auf das Wesentliche
Und dankbar gegenüber der Existenz

Doch mit gesenktem Haupt – so oft, so oft!
Erfüllt von orientierungsloser Hast
Könnten wir doch nur verharren
Wer lehrt wieder zu sehen

Mit traurigen Augen blickt uns die Vergangenheit an
Angst vor ungelebtem Leben
Wer will schon begraben sein
Unter tonnenschwerer Stagnation

Kann man stumme Schreie hören?
Oder - sind derer zu viele?



Einsamkeit

Einsamkeit
ruft mich in ihr Reich
Einsamkeit

Ich weiß nicht warum ihr lacht
Ich weiß nicht warum ihr weint
Ich weiß nicht was ihr macht
Ich weiß nicht wer ihr seid

Alles ist fremd
Alles - kalt

Einsamkeit

Einsamkeit
ruft mich in ihr Reich
Einsamkeit

Ich weiß nicht warum ihr lacht
Ich weiß nicht warum ihr weint
Ich weiß nicht was ihr macht
Ich weiß nicht wer ihr seid

Alles ist fremd
Alles - kalt


Arkona (Svantovit)

Kalt wird mir
Im Sturm bleib ich stehn
Salz benetzt
mein geschundenes Fleisch
Erhabenheit
niemals deiner gleich
Frost durchdringt
diese traumlose Nacht

Arkona
Ort des Feuers
Rabenflug
Nebelgesang

Arkona
Ort des Feuers
Rabenflug
Nebelgesang

Ich nähere mich - von wo auch immer her
Dir - der du blickst
mit vielen Gesichtern aufs Meer (Svantovit)

Kalt wird mir
Im Sturm bleib ich stehn
Salz benetz
mein geschundenes Fleisch
Erhabenheit
niemals deiner gleich
Frost durchdringt
diese traumlose Nacht

Salznes Wasser
umspült das Horn
einst gefüllt mit Wein
In mir entbrennt Zorn
Wer sieht dir ins Anlitz
wer wird es wohl sein
tausende Jahre Geschichte
Wer wird es wohl sein
wer wird wohl noch sein

Ich nähere mich
von wo auch immer her
von wo auch immer her

Arkona
Ort des Feuers
Rabenflug
Nebelgesang

Arkona
Ort des Feuers
Rabenflug
Nebelgesang

 


Psychokrieg

Wenn die Morgensonne
über das Gräberfeld scheint
Sie steigt immer höher
niemand weint
Ein Meer aus Leichen verdorrt
Sie steigt immer höher
welch seliger Ort

welch seliger Ort
welch seliger Ort

Verloren!
Wir haben alles verloren
Verloren!
Wir haben alles verloren

Psychokrieg
das ist mein persönlicher Krieg
Psychokrieg
und es gibt keine Gräberfelder
das ist mein persönlicher Krieg
Psychokrieg

kein seliger Ort
unseliger Ort

Verloren!
Wir haben alles verloren
Verloren!
Wir haben alles verloren

Psychokrieg
das ist mein persönlicher Krieg
Psychokrieg
und es gibt keine Gräberfelder
das ist mein persönlicher Krieg
Psychokrieg